Curriculum Psychosomatische Grundversorgung
ab September 2026 | 10 Abendtermine•Privatpraxis, Sophienstraße 7, 07743 Jena
Das Curriculum vermittelt umfassende Kompetenzen in der psychosomatischen Grundversorgung in 10 monatlichen Abendterminen – berufsbegleitend und praxisnah. Konzipiert für die Fachbereiche Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde & Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin. Anerkannt und zertifiziert druch die Landesärztekammer Thüringen.
Für wen?
Auf einen Blick
Kursdetails
Alle wichtigen Informationen zu Ihrem Curriculum in Jena.
Termin
09.09.2026 – 07.07.2027
10 Abendtermine, monatlich mittwochs, 16:30–20:45 Uhr
Veranstaltungsort
Privatpraxis, Sophienstraße 7, 07743 Jena
Kursgebühr
120,00 EUR pro Abend
oder 1.000,00 EUR Komplettbuchung (10 Abende)
Fortbildungspunkte
50 CME-Punkte
Kategorie H (Anerkennung bei LÄK Thüringen eingereicht)
Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Nadja Schlegel
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Referenten
Dr. med. Nadja Schlegel
Anja Bäz-Dölle
FÄ Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Kursinhalte & Curriculum
50 Stunden Patientenzentrierte Kommunikation
Curriculum
- 20 Stunden Theoretische Grundlagen
- 30 Stunden Ärztliche Gesprächsführung
KV-Abrechnung
Nach Abschluss des Kurses können folgende Leistungen bei der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet werden:
- GOP 35100:Differentialdiagnostische Klärung psychosomatischer Krankheitszustände
- GOP 35110:Verbale Intervention bei psychosomatischen Krankheitszuständen
Der Kurs erfüllt die Voraussetzungen nach § 7 Abs. 1 der Psychotherapie-Vereinbarung.
Themenfelder
- Regulationsstörungen (Schlaf, Schmerz, funktionelle Beschwerden)
- Beziehungsdynamiken im Behandlungskontext
- Psychische Symptome im Lebensverlauf
- Somatisierungsstörungen und Konversionsstörungen
- Angststörungen
- ADHS, Impulskontrolle und Teilleistungsstörungen
- Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas)
- Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten
- Depression, Zwang und Persönlichkeitsakzentuierung
- Vermeidungsverhalten und Phobien
- Suizidalität – Erkennen und Handeln
- Angehörige psychisch Erkrankter
Anerkennung
50 Fortbildungspunkte (Kategorie H) • Anerkennung für die FA-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Pflichtbestandteil der Facharzt-Weiterbildung für:
- • Allgemeinmedizin
- • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- • Kinder- und Jugendmedizin (seit 2024 verpflichtend!)
- • Zusatz-Weiterbildung Sexualmedizin
Bundesweite Gültigkeit: Bei der Landesärztekammer Thüringen anerkannte Kurse werden gemäß BÄK-Richtlinie von allen anderen Ärztekammern anerkannt.
Ihr Kompetenzerwerb – Nach dem Kurs können Sie:
- Kooperative Arzt-Patient-Beziehungen aktiv gestalten
- Kommunikationstechniken gezielt anwenden (z.B. Motivational Interviewing)
- Psychosomatische Störungsbilder erkennen und differentialdiagnostisch einordnen
- Eigene Reaktionen auf Patient:innen reflektieren (Selbstwahrnehmung)
- Maßnahmen zur Selbstfürsorge und Burnout-Prophylaxe umsetzen
Methodik
- Bio-psycho-soziales Krankheitsverstehen
- Psychoanalytische, verhaltenstherapeutische und systemische Perspektiven
- Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing)
- Ärztliche Gesprächstechniken und verbale Interventionen
- Ressourcenaktivierung und Entspannungstechniken
- Selbstreflexion im Umgang mit Patient:innen
- Kommunikation im Mehrpersonensetting
- Zusammenarbeit mit Angehörigen und dem Helfersystem
Didaktische Formate
- Interaktive Methoden
- Lerndidaktik
Ablauf Curriculum Psychosomatische Grundversorgung
Programmübersicht
Der detaillierte Ablauf Ihrer 10 Abendtermine von September 2026 bis Juli 2027.
- 16:30 – 18:00Aufbau des Kurses und systemische Vernetzung der Teilnehmer, Einführung in Beziehungsgestaltung – Gesprächsaufbau, Intrapsychische Entwicklung der Emotionen und deren Regulation
- 18:15 – 19:45Abweichungen der Entwicklung und Folgen für seelische Gesundheit
- 20:00 – 20:45Reflektion und Erfahrungsaustausch
- 16:30 – 18:00Bio-psycho-soziales Krankheitsverstehen, Erhebung des Psychopathologischen Befundes, Einordnung ins bio-psycho-soziale Krankheitsmodell am Fall
- 18:15 – 19:45Arbeit in Kleingruppen: Einordnung der Beschwerden des Patienten im Kontext seines früheren und aktuellen sozialen Umfelds, Präsentationstechniken und Feedbackmethoden
- 20:00 – 20:45Embodiment – Körperpsychotherapie, Kommunikative Bewegungstherapie als Simulation, Wirkfaktoren von Körperhaltung, Körpersprache, Resonanz
- 16:30 – 18:00Basics seelische Gesundheit – Ableitung von Strategien für die Praxis: SMARTe Ziele – Gesprächstechnik für Kurzinterventionen, Positive Psychologie und Formulierungshilfen
- 18:15 – 19:45Kleingruppenarbeit: SMARTe Ziele in der eigenen Praxis für Team und Patient:innen
- 20:00 – 20:45Reflektion in Bezug auf Selbstführung und eigene seelische Gesundheit
- 16:30 – 18:00Rückblick – Anwendung und Umsetzung SMARTe Ziele, Kooperation von Patienten durch Kommunikation, typische Gesprächsblockaden und deren Auflösung
- 18:15 – 19:45Arbeit in Kleingruppen: Rollenspiele mit Durchspielen verschiedener Kommunikationstechniken anhand von eigenen Fällen
- 20:00 – 20:45Aktive Selbstfürsorge – Krafträuber und Kraftgeber
- 16:30 – 18:00Zwischen Reizüberflutung und Langeweile: Unruhe, Unaufmerksamkeit und Konzentration – Seelische Belastung bei Kindern und ihre psychosomatische Auswirkung (ADHS, Tics, Impulskontrollstörung, Medienkonsum)
- 18:15 – 19:45Fallentwicklung im interdisziplinären Team, Konzept zur Technik einer Fallberatung, Vertiefung eines anonymisierten psychosomatischen Falls
- 20:00 – 20:45Entspannungstechniken – Bodyscan und Ressourcenübung
- 16:30 – 18:00Depression und Suizidalität: Faul oder Antriebsminderung? Erkennen psychiatrischer Krankheitsbilder, Arzt-Patienten-Beziehung
- 18:15 – 19:45Aufstellungsarbeit aus der systemischen Therapie und Rollenspiele für gesundheitsförderliches Behandlerverständnis, Vertiefung eines anonymisierten psychosomatischen Falls
- 20:00 – 20:45Psychodiagnostische Verfahren
- 16:30 – 18:00Essstörungen – Grenzen in der Praxis, Kooperation mit ambulanten Behandlern und stationäre Behandlungssettings
- 18:15 – 19:45Krisen, selbstverletzendes Verhalten und Skills: Ablauftraining für Krisenvorstellungen in der Praxis, Umgang mit Suizidalität, Entwicklung kurzwirksamer Hilfsstrategien
- 20:00 – 20:45Skills – Achtsamkeitsübungen – Selbsterfahrung
- 16:30 – 18:00Ausgewählte Störungen: Schmerzen im Körper
- 18:15 – 19:45Gesprächstechnik Motivierende Gesprächsführung – Vorstellung der Technik und Übung im Rollenspiel
- 20:00 – 20:45Übertragung und Gegenübertragung erlebbar
- 16:30 – 18:00Der psychosomatische Patient und das Team in der Praxis, Gruppendynamik im eigenen Team, Die 5 Rollen eines Vorgesetzten
- 18:15 – 19:45Systemische Aufstellung des eigenen Teams – Selbsterfahrung
- 20:00 – 20:45Körpertherapeutische Entspannungsverfahren
- 16:30 – 18:00Kreativtherapeutische Methoden: Kunst-, Ergotherapie, Elemente der Selbsterfahrung
- 18:15 – 19:45Zusammenfassung und Rückblick
- 20:00 – 20:45Abschlussreflektion
Fakultative Balint-Seminare
Zur Vervollständigung der Ausbildung in psychosomatischer Grundversorgung benötigen Sie 30 bzw. 15 Balint-Doppelstunden, die fakultativ gebucht werden können.
Nutzen
Ihr persönlicher Nutzen
Über den fachlichen Kompetenzerwerb hinaus profitieren Sie auch persönlich.
Burnout-Prophylaxe & Selbstfürsorge
- Stressreduktion durch kollegialen Austausch
- Entspannungstechniken für den Praxisalltag
- Gesunde "innere Distanz" zur Vermeidung von Compassion Fatigue
Verbesserte Arzt-Patient-Beziehung
- Besserer Umgang mit "schwierigen" Patient:innen
- Erkennen von Interaktionsfallen
- Gesteigertes Selbstvertrauen in emotionalen Gesprächen
Berufliche Zufriedenheit & Persönliches Wachstum
- Höhere Arbeitszufriedenheit durch gestärktes Kompetenzgefühl
- Selbstreflexion und persönliche Entwicklung
- Mehr Sicherheit in der psychosomatischen Diagnostik
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Curriculum Psychosomatische Grundversorgung.
Anmeldung
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Psychosomatische Grundversorgung
50 Stunden in 10 Abendterminen
Wichtiger Hinweis: Durch Übungen und Reflektionen kommt es zu Erkenntnissen über eigene seelische Entwicklungen. Dies ist ein bewusster und gewollter Teil des Lernprozesses.
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